Umfrage: BMW hat Vorreiterrolle bei Elektroautos verloren

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  • By dpache

Der Zuspruch für reine Elektroautos steigt unter Deutschlands Autofahrern, dies hat das Umfrageinstitut YouGov im Auftrag des Vergleichportals Check24 ermittelt. Darüber konnten wir bereits vor einigen Tagen berichten. Nun hat die Automobilwoche bei Civey eine Umfrage in Auftrag gegeben, welches der Hersteller sei, dem man die Führung im Rennen um die E-Mobilität zutraue. Das Ergebnis über 43 Prozent der Befragten gestehen keiner deutschen Marke eine Führungsrolle bei der Elektro-Mobilität zu. Wenn überhaupt kann der VW Konzern ein wenig am deutschen Markt glänzen.

Klar sei man sich nur darüber, dass BMW seinen einstigen Vorsprung bei der Elektro-Kompetenz verloren hat. 12 Prozent der Befragten sprachen sich für deren Vorreiterrolle aus. Nicht gerade viel, wenn man sich vor Augen führt, dass im Jahr 2017 noch gut 26 Prozent der Befragten für BMW aussprachen. Diese haben aber in der Tat Vorreiterrolle in Form des BMW i3 sowie dem BMW i8 als PHEV-Unterstützung langsam aber sicher ausklingen lassen. Ende 2019 startete im Werk Oxford die Produktion des vollelektrischen MINI Cooper SE. 2020 folgt im Werk im chinesischen Shenyang der BMW iX3 und 2021 dann der BMW iNEXT sowie der BMW i4, die in Dingolfing beziehungsweise im Werk München gefertigt werden. Man wird sehen, ob dies reicht, um wieder an die Spitze zu kommen.

15 Prozent Zustimmung erfährt VW vonseiten der Befragten. Diese fahren Mitte Juli mit der Öffnung der Bestellungen für den VW ID.3 schwere Geschütze auf und auch der VW e-Golf glänzt dank Umweltbonus und Innovationsprämie durch gesteigerte Absätze. Zuletzt konnte VW berichten, dass E-Autos derzeit “ratzeputz” ausverkauft seien. Kann man nur hoffen, dass die Produktionsrate des ID.3 da mithalten kann.

Werfen wir nun noch Daimler mit in die Runde haben wir wohl den Hersteller (Premiumsegment) gefunden, welchem die Deutschen am wenigsten zutrauen die Vorreiterrolle in puncto E-Mobilität einzunehmen. Nur sechs Prozent der Befragten sehen die Stuttgarter auf der Pole-Position. Statt E-Autos für die breite Masse soll es moderne Luxusautos geben für einige wenige. Daneben setzt man zumindest verstärkt auf Plug-In-Hybride, nicht zuletzt um die CO2-Flottenvorgaben der EU zu erfüllen.

Audi (3,6 Prozent), Porsche (3,2 Prozent) und Opel (2,1 Prozent) reihen sich noch hinter Daimler ein. Wobei gerade Opel in unseren Augen mit dem Opel Corsa-e sowie dem Mokka-e deutlich unterschätzt wird. Des Weiteren profitiert das Unternehmen durch den engen Austausch und Einbindung mit der PSA Gruppe, was auf lange Sicht durchaus einen Push im Bereich der E-Mobilität bedeuten könnte.

Quelle: Automobilwoche – Zukunftsmarkt E-Mobilität: BMW hat Vorreiterrolle bei E-Autos verloren

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