Mercedes eröffnet „Factory 56“ in Sindelfingen

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  • By dpache

Im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen wurde heute Mittag die „Factory 56“ eröffnet. Die voll digitalisierte Produktion soll Maßstäbe setzen bei der Flexibilität. Dort soll ab dem kommenden Jahr auch der EQS gefertigt werden.

Auf einer Ebene können in der Factory 56 sämtliche Montageschritte für Fahrzeuge verschiedener Aufbauformen und Antriebsarten erfolgen – vom konventionellen bis hin zum vollelektrischen Antrieb. Das schreibt Daimler in einer Mitteilung anlässlich der Eröffnung. Die Flexibilität soll sowohl für die Anzahl der produzierten Modelle, das Produktionsvolumen und den Materialfluss gelten.

Zunächst rollt in der Factory 56 die neue Generation der Mercedes-Benz S-Klasse Limousine und Langversion vom Band. Später werden hier auch die Mercedes-Maybach S-Klasse sowie der EQS auf der gleichen Linie produziert. Im Vergleich zu der bisherigen S-Klasse-Montage in Sindelfingen soll die Fertigung in der neuen Anlage 25 Prozent effizienter sein, so der Konzern. Um den Bogen zu der genannten Flexibilität zu spannen: Während früher für die Oberklasse-Limousinen eine eigene Fertigungslinie gebaut und betrieben werden musste, können in der „Factory 56“ theoretisch innerhalb weniger Tage auch Kompaktwagen oder SUV mit konventionellem, PHEV- oder BEV-Antrieb in die Serienfertigung integrieren lassen. So soll die Produktion schnell und flexibel an die Marktnachfrage angepasst werden können.

Günstig ist diese Flexibilität aber nicht: Alleine in die 220.000 Quadratmeter große „Factory 56“ hat Daimler 730 Millionen Euro investiert, mit weiteren Maßnahmen im Werk Sindelfingen steigt die Investitionsumme sogar auf 2,1 Milliarden Euro in den Standort.

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