Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT: Test- und Fahrbericht

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  • By dpache

Das man den Fahrzeugnamen Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT nicht ohne zweimaliges betrachten vollkommen verinnerlicht, dass sollte klar sein. Muss man glücklicherweise auch nicht. Persönlich bin ich mir aber sicher, dass du am Ende dieses Test- und Fahrberichts, mit seinen vielen visuellen Eindrücken, zumindest weißt, welches Fahrzeug sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt. Und was dich genau erwartet.

Was allerdings bereits beim ersten Betrachten klar ist, der Sorento PHEV ist ein massiver SUV, der sich nicht verstecken kann. Aber auch gar nicht will. Mit dem Kia Sorento hat sich der Automobilhersteller aus Südkorea ein Fahrzeug ausgesucht, welches man teilelektrifizieren wollte, dass in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen hat, dass es Anklang findet. Die mittlerweile vierte Generation ist auf der Straße unterwegs. Nun auch als Plug-In-Hybrid.

Bisweilen wurden mehr als drei Millionen Kia Sorento weltweit verkauft, über 80.000 davon in Deutschland. Nun gilt es zu beweisen, ob man im mittlerweile 19 Jahr nach Verkaufsstart immer noch überzeugen kann. Dafür erfindet man sich wieder einmal neu. Zumindest in Teilansätzen. Aber keine Sorge, nach dem Testbericht bist du in der Lage zu entscheiden, ob der Plug-In-Hybrid eine Option für dich ist.

Inhaltsverzeichnis

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem Teilzeitstromer von Kia kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Plug-In-Hybride im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.


Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT – Ein erster Überblick

Der Kia Sorento versteht sich selbst als moderner SUV mit elektrifiziertem Antrieb. Welcher seit Anfang 2021 erworben werden kann. Auf Parkplätzen, als auch auf der Straße kommt der Sorento an niemanden ungesehen vorbei. Was an sich nicht nur auf die Außenmaße von einer Länge von 4.810 mm, einer Breite von 1.900 mm sowie eine Höhe von 1.700 mm zurückzuführen ist. Der Radstand wird von Seiten des Herstellers mit 2.815 mm angegeben.

Nicht nur die Abmessungen des SUV beeindrucken, auch das Design. Denn dies unterstreicht das massive Auftreten. Kraftvolle-robuste Ästhetik, wie es Kia beschreibt. Gepaart mit einer sportlichen Eleganz sowie einem markanten „Tigergesicht“, wie man es von den neuen Kia-Modellen bereits kennt, dem Sorento aber auch ganz gut steht. Das gesamte Profil wurde optisch dynamisch gehalten und endet in einem breiten Heck, welches bei dem teilelektrifizierten SUV einfach passend wirkt.

Der Innenraum, welcher bei meinem Testfahrzeug mit sieben Sitzen aufzuwarten wusste, kam mit neusten Infotainment- und Assistenz-Technologien daher. Ist die dritte (optionale) Sitzreihe nicht in Benutzung, fällt diese kaum auf, da sie den Kofferraum auf einer Ebene abschließt. Das Interieur selbst erscheint luxuriös, mit einer Vielzahl von Schalter, Knöpfen und Stellhebel, welche aber nicht unbedingt fehl am Platz wirken. Bei einem sportlichen E-Auto wäre es definitiv zu viel des Guten, beim Kia Sorento PHEV fügt es sich einfach ein. 

Noch ein paar Worte zum Antrieb des Teilzeitstromers und der Reichweite. Zumindest kurz angeschnitten, bevor wir in den nächsten Absätzen detaillierter darauf eingehen. Der Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT kommt in der vierten Generation erstmalig als Teilzeitstromer daher. Dieser bringt es auf eine Systemleistung von 195 kW (265), wobei die E-Maschine 66,9 kW zur Leistung beisteuert. Das maximale Drehmoment wird mit 350 Nm angegeben. Von 0 auf 100 km/z soll der SUV in 8,7 Sekunden sprinten, bei 193 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Aufgrund der eher beschränkten Möglichkeiten zu reisen, konnte ich die Höchstgeschwindigkeit, als auch die Sprintfähigkeit nicht ausreizen. War für mich aber gar nicht ausschlaggebend, da der teilelektrifizierte Antrieb vor allem im Stadtverkehr sowie beim täglichen Pendeln auszuspielen weiß. Nach WLTP sollen 57 km rein elektrisch möglich sein – dabei sei so viel verraten, dass der PHEV dies bei meiner Testfahrt nicht ganz erreicht hat.

Dennoch überzeugt der Teilzeitstromer mit seinem Konzept und zeigt auf, dass wenn schon solche „Kolosse“ ihren Weg auf die Straße finden, diese von einem Plug-In-Hybrid-Antrieb profitieren sollten. Unabhängig von den positiven Auswirkungen auf die Umwelt verhilft der verbaute E-Motor dem SUV beim Anfahren zu zügigem Vorankommen im Stadtverkehr.

Der KIA-SUV wird an sich in vier Ausführungen angeboten. Wobei bei der teilelektrifizierten Variante eine Ausführung – Basisversion Edition 7 – entfällt. Dort steigt man direkt mit der Ausstattungsvariante Vision ein, doch dazu in einem der späteren Abschnitte mehr. Widmen wir uns dem PHEV im Alltag.

Teilelektrifiziert im Alltag unterwegs mit dem Kia Sorento 1.6 T-GDi PHEV AWD AT

Der Vergleich zu vorherigen Sorento-Generationen kommt natürlich auf. Da man im Hinterkopf stets den Gedanken hat, dass insbesondere die Plug-In-Hybrid-Variante Nachteile hat, dadurch, dass der Akku irgendwo untergebracht werden muss. Auch, wenn eigentlich genügend Platz vorhanden ist. Und dies ist nicht nur bei der theoretischen Überlegung der Fall. Denn in der Praxis hat Kia darauf geachtet den SUV auf der neuen Mittelklasse-SUV-Plattform aufzubauen. Wodurch ein fast identisches Platzangebot wie beim Diesel erreicht werden kann. Die Batterien des Teilzeitstromers befinden sich in diesem Fall unterhalb der beiden Vordersitze; beim Hybrid nur unter dem Beifahrersitz.

Das großzügige Platzangebot zeigt sich auch dadurch, dass man gerade in den ersten beiden Sitzreihen genügend Beinfreiheit hat. Bei der dritten (optionalen) Sitzreihe ist die Beinfreiheit ein wenig eingeschränkt, durch nach vorne verschiebbare Sitze ist der Einstieg zumindest bequem und auch die Kopffreiheit leidet nicht im Heck. Egal wo man im Sorento 1.6 T-GDi PHEV AWD AT Platz nimmt, an Klimaanlage und USB-Anschlüssen, zum Laden der eigenen Geräte scheitert es nicht. Auch, wenn diese sich teilweise gut verstecken.

Die zwei großformatigen Displays; der 31,2-cm-Bildschirm des serienmäßigen volldigitalen Kombiinstruments sowie der 26-cm-Touchscreen des Navigationssystems fallen hingegen sofort auf. Wie eingangs bereits angedeutet lassen sich viele Funktionen aber auch über Taster im Fahrzeug steuern. Direkt unter dem zentralen Touchscreen findet man die Bedienanlage der Klimaanlage vor, welche an sich selbsterklärend ist. Sitzheizung und -kühlung sind dann in der Mittelkonsole selbst untergebracht, ebenso die Aktivierung der Lenkradheizung. In der Übergangszeit Mal wieder eine nicht zu unterschätzende Funktion. Auf Android-Auto sowie Apple CarPlay muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Auch die Möglichkeit mehrfache Bluetooth-Verbindungen zum Sorento aufzubauen ist möglich, ein umherspringen durch einfache Befehle ebenso.

Der Sorento PHEV, welcher als einer der wenigen siebensitzigen Teilzeitstromer gilt, nimmt auch in puncto Gepäckraumvolumen kein Kompromiss in Kauf. Da, wie wir erfahren haben, durch die Positionierung der Batterien kein Platznachteil in Kauf genommen werden muss, unterscheiden sich Diesel- und Hybridmodelle im Platzangebot nur marginal. Der PHEV bringt es beispielsweise beim Gepäckabteil mit fünf Sitzen auf 898 Liter Stauraum, der Diesel im Vergleich dazu auf 910 Liter. Mit sieben Sitzen, bei eingeklappter dritter Sitzreihe, stehen immer noch 809 Liter bei der teilelektrifizierten Variante zur Verfügung, beim Diesel 821 Liter.

Bevor wir auf die Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Detail angehen noch ein paar Worte zum Fahrverhalten im Alltag mit dem PHEV-SUV. Hier spielt der teilelektrifizierte Allradler seine Stärken voll aus, insofern der Akku geladen ist. Denn dann beschleunigt dieser in 8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Alltag aber wesentlich relevanter das zügige Vorankommen. So, dass selbst an der Ampel vermeintlich windschnittigere Fahrzeuge hinter einem gelassen werden. Praktisch ist aber vor allem die HEV-Taste in der Mittelkonsole, da durch diese explizit ausgewählt werden kann, dass der Sorento nur elektrisch unterwegs ist. Gerade in der Stadt von Vorteil.

Wurde durch Bestätigen des Tasters der rein elektrische Fahrmodus ausgewählt, greift der Verbrenner nur bei sehr starker Beschleunigung sowie hoher Geschwindigkeit ein. Geht die Batterie dann dem Ende zu schaltet er sich ebenso ein. Denn dann geht es in den HEV-Modus, in dem je nach Fahrsituation beide Antriebssysteme genutzt werden. Ein Übergang zwischen den Antriebsarten ist jedoch kaum spürbar. 

Neben der Wahl der Antriebsart erhält man als Fahrer des Kira Sorento Plug-In-Hybrid noch die Wahlmöglichkeit über den Fahrmodus zu entscheiden. Drei Einstellungen: Eco, Sport und Smart stehen hierbei zur Auswahl. Standardmäßig ist Eco ausgewählt, in welchem der PHEV am sparsamsten unterwegs ist. Im Sport-Modus wird eine dynamischere Fahrweise spürbar, das Fahrzeug schaltet erst bei höheren Drehzahlen und die Lenkunterstützung wird reduziert. Der Unterschied zwischen den Fahrmodi wird auch durch das volldigitale Kombiinstrument aufgezeigt, da dort die Anzeige ebenfalls sportlicher, dynamischer gestaltet dargestellt wird. Der Smart-Modus richtet sich nach dem Verhalten des Fahrers aus, in dem er dieses analysiert und in Echtzeit Einstellungen an die jeweilige Situation vornimmt.

Zudem ist es so, wie die Bezeichnung „Kia Sorento 1.6 T-GDi PHEV AWD AT“ schon verrät, ist der Sorento fürs Gelände geeignet. Wobei ich jedoch anmerken muss, dass die „All-Terrain Mode“-Funktion von mir nicht getestet wurde. Hier ist es jedoch möglich die Allradversion auf Schnee, Matsch und Sand zu konfigurieren, um entsprechend im Gelände voran zu kommen. 

Reichweite, Verbrauch & Lademöglichkeiten des Kia Sorento Plug-In-Hybrid

Bis zu 57 Kilometer Reichweite (WLTP-Zyklus) soll der Plug-In-Hybrid von Kia rein elektrisch zurücklegen können. Dies galt es zu beweisen. Bevor wir uns allerdings der alltäglichen Reichweite beziehungsweise Verbrauch widmen zunächst ein paar Fakten zu unserem Testwagen, übersichtlich zusammengefasst.

Von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten war alles mit dabei. Somit hatte ich die Möglichkeit einen ganz guten Querschnitt durch die Strecken abzubilden, welche der Teilzeitstromer von Kia wohl auch unter „normalen Begebenheiten“ meistern müsste. Die erwähnten 57 km Reichweite nach WLTP-Zyklus konnte ich dabei nicht erreichen. In Spitze waren 46 km drin, als der Akku dann dem Ende zuging. Für mich durchaus ein akzeptabler Wert, vor allem, wenn man die Masse und das Ausmaß des Fahrzeugs berücksichtigt. Klar ist allerdings auch, wer nicht sorgsam mit dem Gas-/ Strom-Pedal umgeht, lässt die Verbräuche in die Höhe schnellen.

Bei mir standen nach rund 400 km Testfahrt ein Verbrauch von um die 6,4 Liter/ 100 km auf dem digitalen Display. Dennoch zeigt sich, dass man stets darauf achten sollte, dass der Akku voll ist, ansonsten steigt mit leerem Akku der Kraftstoffverbrauch entsprechend an. Sollte der Akku Mal leer sein, gilt es diesen zu laden. 

Der Akku des Plug-in-Modells kann über den serienmäßigen Typ-2-Ladeanschluss (3,3 kW) an einer entsprechend leistungsfähigen 240-Volt-Ladestation in knapp dreieinhalb Stunden (205 Minuten) von 15 auf 95 Prozent aufgeladen werden. Mit dem serienmäßigen Ladekabel, das griffbereit in einem Ablagefach im Gepäckraumboden deponiert ist, kann der Akku auch an einer Haushaltssteckdose geladen werden. Der Fortschritt des Ladevorgangs lässt sich im Bordcomputer-Display ablesen.

Die eher geringe Ladeleistung prädestiniert den Teilzeitstromer dazu, dass dieser entweder auf Arbeit oder am Abend, über Nacht, zu Hause geladen wird. Denn spontan Mal den Akku aufladen, beispielsweise beim Einkaufen ist dann eher doch nicht möglich. 

Positiv fällt sicherlich die Tatsache auf, dass der SUV als erster Kia-Plug-in über eine unabhängige Wasserkühlung für den Akku verfügt. Diese gewährleistet ein besonders effizientes Wärmemanagement, eine wichtige Voraussetzung für die hohe Effizienz der Batterie.


Exterieur und Interieur des Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT im Blick

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des SUV von Kia vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos etwas genauer.

Exterieur: Kraftvolles, robustes Auftreten mit typischen Kia-Designelementen

Trotz der Tatsache, dass Kia mit der 4. Generation des Sorento einen PHEV-Antrieb eingeführt hat, wollte man dem Design des Fahrzeugs treu bleiben. So war es das selbst erklärte Ziel der Designer, die kraftvoll-robuste Ästhetik der früheren Sorento Generationen beizubehalten, dem SUV aber zugleich einen eleganten Auftritt mit sportlicher Note zu verleihen. In der Umsetzung zeigt sich dies dadurch, dass die charakteristische, breite D-Säule beibehalten wurde, als auch die Grundzüge der Karosserie. Aber auch neue Designmerkmale haben Einzug gehalten.

So greift die aktuelle Sorento-Generation Designmerkmale neuerer Kia-Modelle auf, inklusive des haiflossenförmigen Chromelements in der seitlichen Fenstergrafik und der plastisch geformten Karosserieoberflächen mit scharfen Linien und klaren Kanten. Der PHEV unterscheidet sich zudem dadurch, dass er seinen Ladeanschluss am hinteren rechten Kotflügel verbirgt, sowie das „Eco Plug-in Emblem“ mit Stolz trägt. Die Außenmaße des Sorento möchte ich auch nochmals aufgreifen.

Der neue Sorento ist 4,81 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,70 Meter hoch und hat damit in allen drei Dimensionen jeweils nur um einen Zentimeter zugelegt. Durch die neue Plattform ist aber der Radstand deutlich gewachsen (2.815 mm, plus 35 mm). Im Profil wirkt er insgesamt länger und „schnittiger“ als sein Vorgänger. Das liegt zum einen am gewachsenen Radstand und den kürzeren Karosserieüberhängen vorn und hinten.  Die Kia typische „Tigernase“ darf natürlich auch nicht fehlen. 

Wie die Designer treffen zu beschreiben wissen, zieht sich die „kraftvolle, scharf geschnittene Schulterlinie“ von der Haube über die vorderen Kotflügel bis zu den Rückleuchten. Dies trägt seinen Teil dazu bei, die optische Dynamik des Profils zu unterstreichen. Kia führt zudem aus, dass die „markanten horizontalen Linien des Heckdesigns“ das klare, technische Erscheinungsbild der Front aufgreifen und somit die Rückansicht besonders breit und imposant wirken lassen. Wer den PHEV betrachtet, dem fällt dies sicherlich ebenfalls auf. Auch, wenn man es eventuell nicht so gut in eigene Worte zu fassen vermag.

Für den neuen Sorento stehen zehn Karosseriefarben zur Wahl. Zudem sind je nach Ausführung und Motorisierung 17, 18, 19 und erstmals auch 20 Zoll große Leichtmetallfelgen erhältlich.

Interieur: Modern,detailverliebt und rundum überzeugend

Das Platzangebot erneut aufzugreifen ist denke ich obsolet, habe ich hierzu doch schon einige Worte in den vorherigen Abschnitten verloren. Widmen wir uns daher lieber anderen Aspekten des Interieurs. Denn neben viel Platz bietet der neue Sorento einen hohen Sitzkomfort – auch in der dritten Reihe. Dabei gilt: Zum edlen Flair des Innenraums tragen die Sitzbezüge in verschiedenfarbigen Leder- und Nappaledervarianten bei. 

Es zeigt sich auch hier, dass gerade die Kleinigkeiten im Interieur den Unterschied machen können. Und man diese wohl erst vermisst, wenn man sie nicht mehr hat. Dies gilt beispielsweise bei der Temperierung des Sitzes, um die sich der Fahrer nicht mehr kümmern muss: Wenn die neue Funktion „Smart Temperature Comfort Control“ (Serie in Platinum) aktiviert ist. Ist dies der Fall werden automatisch die Unterschiede zwischen der Außentemperatur und der in der Klimaautomatik eingestellten Wunschtemperatur berücksichtigt und Sitz und Lenkrad entsprechend beheizt, während an heißen Tagen der Sitz per Ventilation gekühlt wird. Ein kleines, aber feines Detail. 

Des Weiteren darf natürlich nicht eine individuell einstellbare Ambientebeleuchtung mit dezenten Downlights unter dem Armaturenbrett und in den Türverkleidungen fehlen. Das optionale Panoramaglasdach war bei meinen Testfahrzeug nicht verbaut. Sorgt aber, wenn vorhanden, tagsüber für ein lichtdurchflutetes Interieur. 

Mit Vollausstattung präsentiert sich die Topversion Platinum, die den Allradmodellen vorbehalten ist und bei meinem Testfahrzeug vorzufinden war. Hierdurch konnte ich durch einen breiten Serienumfang profitieren. Neben sämtlichen verfügbaren Assistenzsystemen, war unter anderem ein Head-up-Display, die zweifarbige hellgrauschwarze Lederausstattung mit grauem Dachhimmel vorzufinden. Des Weiteren verfügten die beiden Vordersitze über die bereits erwähnte Ventilation und weiteren elektrischen Einstellmöglichkeiten. Die dritte Sitzreihe ist optional für alle Ausführungen erhältlich. War bei meinem Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT auch vorzufinden. Mehr dazu bei den Preisen des PHEV.


Ein Blick auf die technischen Daten des Kia Sorento PHEV

Bevor wir im Detail die technischen Daten des Plug-In-Hybriden von Kia betrachten, sei gesagt, dass diese auf Basis der technischen Daten der Kia-Webseite Stand 04/2021 beruhen und mit meinem Testfahrzeug übereinstimmen. Des Weiteren findest du weitere technische Details/Daten über den gesamten Testbericht verteilt.

Kia Sorento 1.6 T-GDI Plug-in Hybrid AWD Abmessungen/ Gewicht
Länge 4.810 mm
Breite 1.900 mm
2.170 mm (mit Spiegel)
Höhe 1.695 mm
Radstand 2.815 mm
Wendekreis 11,6 m
Zulässiges Gesamtgewicht – 5-Sitzer 2.530 kg
Zuladung maximal – 5-Sitzer 515 kg
Zulässiges Gesamtgewicht – 7-Sitzer 2.680 kg
Zuladung maximal – 7-Sitzer 623 kg
Zulässige Anhängelast bei 12% Steigung – gebremst/ ungebremst 1.500 kg / 750 kg
Stützlast 100 kg
Laderaumvolumen – bei 4/5 Sitzen bis Fensterkante (5-Sitzer, mit Staufach) min.-max. 693 – 898 Liter
Laderaumvolumen – bei 2 Sitzen bis Dach (5-Sitzer, mit Staufach) 2.077 Liter
Laderaumvolumen – bei 4/5 Sitzen bis Fensterkante (7-Sitzer, mit Staufach) min.-max. 604 – 809 Liter
Laderaumvolumen – bei 2 Sitzen bis Dach (2-Sitzer, mit Staufach) 1.988 Liter
Laderaumlänge (in mm) bei 4/5 Sitzen min.–max.: 1.133 – 1.279 mm
Laderaumbreite (in mm) min.–max.: 1.100 mm (7-Sitzer: 1.080 mm)
Laderaumhöhe max. (in mm, mit Staufach): 858 mm

 

Kia Sorento 1.6 T-GDI Plug-in Hybrid AWD Leistung/ Verbrauch
Benzin-Motor Leistung 132 kW/ 180 PS bei 265 Nm max. Drehmoment
PMS-E-Motor Leistung 66,9 kW/ 91 PS bei 304 Nm max. Drehmoment
Systemleistung 195 kW/ 265 PS bei 350 Nm max. Drehmoment
Lithium-Ionen-Polymer-Akku 13,8 kWh
Kraftstoffverbrauch, kombiniert 1,6 l
Stromverbrauch, kombiniert 16,1 kW/ 100 km
CO2-Emissionen, kombiniert 36 g/km
Effizienzklasse A+
Elektrische Reichweite, kombiniert nach WLTP 57 km
Höchstgeschwindigkeit 193 km/h
Höchstgeschwindigkeit (rein elektrisch) 140 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 8,7 Sekunden


Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Teilzeitstromers von Kia überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für den PHEV eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen. Die Preise beruhen auf der aktuellen Preisliste von Kia, welche am 22.04.2021 auf deren Webseite abgerufen wurde. Die jeweilige Ausstattungslinie versteht sich jeweils aufbauend auf der vorherigen Stufe.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt.

Ausgehend von der Platinum-Version startet man bei einem Listenpreis von 61.940,00 Euro; bei meinem Testwagen kam kein Aufpreis für eine andere Wagenfarbe/ Metalliclackierung (+920,00 Euro) hinzu sowie durch die Tatsache, dass die optionale dritte Sitzreihe (+990,00 Euro) verbaut wurde. Die Gesamtsumme belief sich somit, inklusive 19% Mehrwertsteuer auf 63.850,00 Euro.

Von der Gesamtsumme ausgehend wird der BAFA Umweltbonus (Staat/ Hersteller) sowie die Innovationsprämie (Staat) in Abzug gebracht. Ebenfalls wurde die AVAS-Förderung vom Kaufpreis abgezogen. Schlussendlich landet man somit bei einem Kaufpreis von 56.640,00 Euro, für die vollausgestattete Variante des Kia Sorento PHEV.

Seit 2010 gilt europaweit für alle neu zugelassenen Kia-Fahrzeuge eine Herstellergarantie von sieben Jahren (max. 150.000 km), die sich bei Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridantrieb auch auf die Antriebsbatterie erstreckt. Diese greift somit auch beim PHEV-SUV von Kia, ergänzt um zwei Jahre Mobilitätsgarantie.


Fazit zum Test des Kia Sorento als Plug-In-Hybriden – meine Meinung

Bei keinem anderen Testwagen bisher hat der Plug-In-Hybrid-Antrieb so viel Sinn ergeben, wie es beim Kia Sorento der Fall war. Bedingt durch sein massives Auftreten sowie die Masse die es zu bewegen gilt, profitiert der SUV nicht nur vom teilelektrifizierten Antrieb beim Anfahren, sondern auch bei täglichen Fahrten im urbanen Umfeld. Beinahe lautlos gleitet er am Morgen auf den Firmenparkplatz und hat dadurch schon mehr als einmal überraschte Menschen zurückgelassen. Denn dies traut man ihm rein von der Optik gar nicht zu.

Aber natürlich wirkt sich der PHEV-Antrieb auch positiv auf den Verbrauch des SUV aus. Diesen empfand ich akzeptabel. Ist aber natürlich auch nur zu erreichen, wenn der SUV regelmäßig geladen wird. Hier zeigt sich dann aber auch eine Schwäche, zumindest wenn man länger mit dem Fahrzeug unterwegs ist, die Ladedauer. Für das Laden auf Arbeit oder zu Hause vollkommen ausreichend, da dort Zeit nicht der entscheidende Faktor ist. Als Dienstwagen, mit welchem man längere Strecken unterwegs ist und unterwegs nur immer Mal wieder laden kann, wäre eine schnellere Lademöglichkeit wünschenswert gewesen.

Den Preis des PHEV-SUV sollte jeder für sich einordnen. Das Gesamtpaket, welches man hierfür erhält erscheint fair eingepreist und ausreichend. Insbesondere wenn man Vergleiche zu deutschen Konkurrenten wie Audi Q7 und BMW X5 zieht. Zwar bietet der Teilzeitstromer nicht deren Fahrleistungen, aber den gleichen Platz und Komfort. Und davon hat man in der Regel mehr im Alltag. 


Disclaimer

Der Kia Sorento 1.6 T-GDi Plug-in Hybrid AWD AT wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Wochen, von Kia zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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